ZRI 2026, 411

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2699-0490 Zeitschrift für Restrukturierung und Insolvenz ZRI 2026 AufsätzeReinhard Bork*

Merkwürdiges aus Luxemburg – kritische Gedanken zu EuGH v. 19. 3. 2026 – Rs C-43/25, ZRI 2026, 351 („SML Maschinengesellschaft“)

Mit Urteil vom 19. März 2026 hat der EuGH durch die 7. Kammer entschieden, dass Art. 13 EuInsVO 2000 (= Art. 16 EuInsVO 2015)1 nicht anwendbar ist, wenn die der Anfechtung zugrunde liegende Vorschrift der lex fori concursus der Gewährleistung eines Nachrangs dient.2 Damit ist ein Thema erledigt, das schon zur Schicksalsfrage für das deutsche Gesellschafterdarlehensrecht erklärt worden war.3 In der nachfolgenden Analyse wird die Entscheidung kritisch unter die Lupe genommen und dargelegt, dass sie in der Begründung unhaltbar, im Ergebnis aber zu begrüßen ist.
*
*)
Prof. (em.) Dr. Dr. h. c. mult. Reinhard Bork, Universität Hamburg; Senior Research Fellow, Commercial Law Centre, Harris Manchester College, Oxford/UK; Visiting Professor, Radboud University, Nijmegen/NL
1
1)
Im Folgenden werden, soweit nicht anders angegeben, durchweg die Vorschriften der EuInsVO 2000 zitiert, die Gegenstand der EuGH-Entscheidung waren. Alle Ausführungen gelten entsprechend für die gleichlautenden Vorschriften der EuInsVO 2015.
2
2)
EuGH v. 19. 3. 2026 – Rs C-43/25 – SML Maschinengesellschaft mbH vs AK als Verwalter in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der MAPLAN Maschinenfabrik und Anlagen für Kunststofftechnik Schwerin GmbH, ECLI:EU:C:2026:220 = ZRI 2026, 351 (m. Anm. Bitter, S. 354).
3
3)
Kratzlmeier, NZG 2025, 307, 312 Rz. 23; vgl. auch Theiselmann, ZInsO 2025, 847 („Die letzten Tage des deutschen Gesellschafterdarlehensrechts“?); Zehlicke, FD-InsR 2025, 802777 („vernehmbare Abgesänge auf das deutsche (insolvenzrechtliche) Gesellschafterdarlehensrecht“).

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