ZRI 2022, 301

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2699-0490 Zeitschrift für Restrukturierung und Insolvenz ZRI 2022 15FAO AufsätzeSandra Körner* / Dietmar Rendels**

Überschuldung als Beweisanzeichen bei Vorsatzanfechtung?

Zugleich Besprechung BGH, Urt. v. 3. 3. 2022 – IX ZR 53/19, ZRI 2022, 334 (in diesem Heft)

Die Rechtsprechung des BGH bleibt auch nach der „Neuausrichtung der Vorsatzanfechtung“ durch Urteil vom 6. 5. 2021 (IX ZR 72/20) in Bewegung. Mit Datum vom 3. 3. 2022 beschäftigt sich der BGH gleich in zwei Entscheidungen mit offenen Fragen zur Vorsatzanfechtung. Die Verfasser reflektieren vor dem Hintergrund der „Q-Cells-Entscheidung“ (vom 3. 3. 2022 – IX ZR 78/20) Sinn und Zweck des § 133 InsO und die Abgrenzung der Vorsatzanfechtung von §§ 15a/b InsO. Insbesondere widmet sich der Beitrag der Entscheidung BGH IX ZR 53/19 (ebenfalls vom 3. 3. 2022), wonach „die insolvenzrechtliche Überschuldung … ein eigenständiges Beweisanzeichen für den Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners und den Vollbeweis für die Kenntnis des Anfechtungsgegners von diesem Vorsatz (ist)“ (vgl. erster Leitsatz des BGH). Die Entscheidung steht nach Auffassung der Verfasser im Spannungsverhältnis zu der BGH-Entscheidung vom 6. 5. 2021, da dort (zum Teil sachverhaltsbezogen) die Überschuldung für die Kenntnis des Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes als irrelevant angesehen wurde. Die Verfasser plädieren schließlich in Anbetracht erheblicher Rechtsunsicherheit bei kongruenten Deckungen für eine Rückkehr zum Unlauterkeitserfordernis (vgl. dazu BGH, Urt. v. 17. 7. 2003 – IX ZR 272/02).
*
*)
Dr. iur., Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Insolvenz-/Sanierungsrecht, Partnerin der RST Rendels Körner & Partner mbB Rechtsanwälte-Wirtschaftsprüfer-Steuerberater in Köln
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**)
Dr. iur., Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Insolvenz-/Sanierungsrecht, Partner der RST Rendels Körner & Partner mbB Rechtsanwälte-Wirtschaftsprüfer-Steuerberater in Köln

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