ZRI 2026, 509

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2699-0490 Zeitschrift für Restrukturierung und Insolvenz ZRI 2026 AufsätzeUlrich Keller*

Gedanken zu einer Reform des Privatinsolvenzrechts

Aktuell werden in der Rechtspolitik wie auch in der Literatur (wieder einmal) Reformen des Privatinsolvenzrechts diskutiert. Dabei stehen sowohl Einzelnormen als auch Verfahrensabschnitte zur Disposition, etwa das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren. Auch soll eine Auseinandersetzung mit Fragen der Rechtsprechung erfolgen, etwa zum Aussetzen und Wiederaufleben von Vollstreckungsmaßnahmen. Eine wirkliche Reform sollte sich aber nicht auf Einzelfragen beschränken, sie würde dann (wieder einmal) in einzelfallbezogene Sondervorschriften münden und Gefahr laufen, die Privatinsolvenz sowohl in materiellrechtlichen Fragen als auch im Verfahren weiter zu verkomplizieren. Eine wirkliche Reform darf sich nicht scheuen, auch grundsätzliche Fragen aufzugreifen, etwa zur Forderungsanmeldung und -prüfung oder zum Neuerwerb als Teil der Insolvenzmasse.
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Professor für Zwangsvollstreckungsrecht (Mobiliar- und Immobiliarvollstreckung) sowie Insolvenzrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Dekan des Fachbereichs Rechtspflege; der Beitrag basiert auf einem Vortrag zum 28. Norddeutschen Insolvenzrechtstag am 27. Februar 2026 in Hamburg.

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