„Pre-Packs“ war das Dissertationsthema, auf das sich Reinhard Bork mit seinem damaligen Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeiter an seinem Seminar für Zivilprozess- und Allgemeines Prozessrecht an der Universität Hamburg vor einigen Jahren geeinigt hat. Damals war es die stille Hoffnung des Doktoranden und sicher die weise Voraussicht des Jubilars, dass dieses Thema in Deutschland und Europa praktische Relevanz entwickeln könnte. Reinhard Bork hatte Pre-Packs bereits in seiner großen vergleichenden Schrift zum Sanierungsrecht in Deutschland und England (RWS Verlag, Köln, 2011) behandelt. Vor diesem Hintergrund ist es dem Verfasser und damaligen Doktoranden eine besondere Freude, dass sich der europäische Gesetzgeber pünktlich zum Ehrentag von Reinhard Bork auch der Pre-Packs angenommen hat. Dieser Beitrag soll die europäischen Pre-Packs mit ihren wesentlichen Grundzügen und einzelnen besonders relevanten Einzelaspekten vorstellen. Dabei sollen – ganz im Stile des Jubilars, wenn auch sicherlich nicht mit seiner Klasse – einige rechtsvergleichende Erwägungen einfließen und zugleich Praxisfragen und -relevanz im Blick behalten werden.