ZRI 2021, 200

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 2699-0490 Zeitschrift für Restrukturierung und Insolvenz ZRI 2021 RechtsprechungInsolvenzrechtBGB §§ 134, 138; InsO §§ 22, 80, 149; ZPO §§ 128, 314Keine Nichtigkeit einer „Dritt-Treuhänder-Abrede“ wegen Sittenwidrigkeit BGB§ 134 BGB§ 138 InsO§ 22 InsO§ 80 InsO§ 149 ZPO§ 128 ZPO§ 314 OLG Koblenz, Urt. v. 29.12.2020 – 3 U 383/20 (nicht rechtskräftig; LG Koblenz)OLG KoblenzUrt.29.12.20203 U 383/20nicht rechtskräftigLG Koblenz

Leitsätze:

1. Schließt ein zum „schwachen“ vorläufigen Insolvenzverwalter bestellter Rechtsanwalt mit einem seiner Sozietät angehörenden ZRI 2021, 201anderen Berufsträger einen Vertrag, wonach dieser zum Zwecke der Geschäftsfortführung während der vorläufigen Insolvenzverwaltung ein Treuhandkonto eröffnet (sog. Dritt-Treuhänder-Modell), ist dieser Vertrag jedenfalls dann nicht wegen Insolvenzzweckwidrigkeit gem. § 138 BGB nichtig, wenn der Vertrag zeitlich vor dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. 2. 2019 (IX ZR 47/18, ZVI 2019, 227) geschlossen wurde. (Leitsatz des Gerichts)
2. Zahlt ein (vorläufiger) Insolvenzverwalter Gelder, die zur Insolvenzmasse gehören, auf ein solches Treuhandkonto ein, liegt regelmäßig ein Verstoß gegen dessen Pflichten vor (BGH, Urt. v. 7. 2. 2019 – IX ZR 47/18, ZVI 2019, 227, Rz. 31). (Leitsatz der Redaktion)
3. Bei den Regelungen in §§ 149, 80 Abs. 1 InsO handelt es sich auch nicht um Verbotsgesetze i. S. d. § 134 BGB. (Leitsatz der Redaktion)
4. Die Beweiskraft des Tatbestandes eines Urteils gem. § 314 ZPO bezieht sich bei einer Entscheidung im schriftlichen Verfahren nach § 128 Abs. 2 ZPO nur auf Parteivorbringen, das Gegenstand einer früheren mündlichen Verhandlung gewesen ist (im Anschluss an BGH NJW-RR 2008, 1566, Rz. 16). (Leitsatz des Gerichts)

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