Insolvenzverwalter des Metallverarbeiters DGS erzielt Quote von fast 83 Prozent

25.01.2022

Insolvenzverfahren nach rund sechseinhalb Jahren vor dem Abschluss – gutes Beispiel für die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger

Rund 750.000 Euro vor Ausschüttung an die Gläubiger – außergewöhnliches Ergebnis angesichts oftmals einstelliger Quoten bei Unternehmensinsolvenzen

Insolvenzantrag Anfang 2015 – Fortführung des Unternehmens war wirtschaftlich nicht möglich 

Halle an der Saale/Stendal. Nach rund sechseinhalb Jahren steht das lnsolvenzverfahren der DGS GmbH aus Halle (Saale) vor dem Abschluss. Auch wenn eine Fortführung des 2011 gegründeten Unternehmens, das in der Metallverarbeitung tätig war, wirtschaftlich nicht möglich war, nimmt das Verfahren jetzt zumindest für die Gläubiger ein gutes Ende. An sie kann Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch von Schultze & Braun nun einen Betrag von über 750.000 Euro ausgeschütten. Das entspricht einer Insolvenzquote von fast 83 Prozent. „Das ist außergewöhnlich – gerade, wenn man sich vor Augen führt, dass die Quote in Insolvenzverfahren oft im einstelligen Bereich liegt. Es freut mich sehr, dass wir solch ein gutes Ergebnis erzielen konnten“, sagt Bauch. 

Bestmögliche Befriedigung der Gläubiger

Bei Unternehmensinsolvenzen erhalten Gläubiger oft Quoten von rund fünf Prozent ihrer Forderungen, selbst zehn Prozent gelten meist schon als Ergebnis, das für die Gläubiger gut ist. Die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger ist eine maßgebliche Aufgabe eines Insolvenzverfahrens. In der Regel gilt die Devise: Kann ein Unternehmen erhalten werden, ist die Quote durch den Verkaufspreis im Normalfall höher als bei einer Abwicklung. „Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der DGS GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch bei einer Abwicklung eine hohe Quote geben kann. Die Abwicklung des Unternehmens hat uns seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Mai 2015 beschäftigt. Das wirtschaftliche Ergebnis zeigt, dass sich die Arbeit der vergangenen sechseinhalb Jahre für die Gläubiger gelohnt hat“, fasst Bauch zusammen. 

Die DGS GmbH hatte im Februar 2015 einen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Halle (Saale) hatte daraufhin Rechtsanwalt Rüdiger Bauch von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. DGS wurde 2011 gegründet und erbrachte mit zuletzt neun Mitarbeitenden Lohnleistungen im Bereich Metallbearbeitung und -verarbeitung. Eine Fortführung des Unternehmens war wirtschaftlich nicht möglich. Der Geschäftsbetrieb von DGS musste daher mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Mai 2015 eingestellt werden.

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