Gravenbrucher Kreis lobt Wissenschafts- und Journalismuspreis 2022 aus

25.04.2022

• Wissenschaftliche und journalistische Arbeiten zu Restrukturierungen und Insolvenzen können eingereicht werden

• Gravenbrucher Kreis würdigt Relevanz von Wissenschaft und Journalismus

• Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. Juni 2022

Halle / Saale, Frankfurt a. M., den 21. April 2022; Der Gravenbrucher Kreis lobt seinen Wissenschafts- und Journalismuspreis aus. Der Preis richtet sich einerseits an Nachwuchswissenschaftler, die eine Doktorarbeit mit Bezug zum deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht verfasst haben. Andererseits sind Medienschaffende angesprochen, die über die Ereignisse und Folgen von Restrukturierungen oder Insolvenzen von Unternehmen oder auch ganzer Branchen berichtet haben. Zu den Anlässen dürften aktuell neben den Nachwirkungen der Corona-Pandemie auch die Folgen des Krieges in der Ukraine zählen.

Der Zusammenschluss führender, überregional tätiger Insolvenzverwalter und Restrukturierungsexperten Deutschlands vergibt den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis bereits zum achten Mal in den beiden Kategorien. Bewerbungen aus Wissenschaft und Journalismus können bis zum 15. Juni 2022 eingereicht werden. Die Preisverleihung wird Mitte September in Berlin stattfinden.

„Auch wenn vielen Menschen angesichts des Kriegs in der Ukraine und den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht zum Feiern sein dürfte, halten wir es für wichtig, die Bedeutung von Wissenschaft und Journalismus weiter zu stärken“, sagt Lucas Flöther, Sprecher des Gravenbrucher Kreises. „2022 loben wir zum achten Mal den Gravenbrucher Kreis Wissenschafts- und Journalismuspreis aus. Damit wollen wir wissenschaftliche Arbeiten, die sich dem deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht widmen, würdigen sowie besonders gute journalistische Arbeiten zum Themenkomplex Restrukturierung und Insolvenz von Unternehmen auszuzeichnen.“

Für den Wissenschaftspreis können Nachwuchswissenschaftler Dissertationen einreichen, die einen Bezug zum deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht haben, an einer Universität innerhalb der Europäischen Union oder der Schweiz verfasst sowie überdurchschnittlich bewertet wurden.

Für den Journalismuspreis können Arbeiten eingereicht werden, die Restrukturierungen und Insolvenzen von Unternehmen thematisieren. Die Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst und in einem journalistischen Medium veröffentlicht worden sein.

Berücksichtigt werden nur Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 1. Juni 2022 erschienen sind. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2022. Detaillierte Ausschreibungsunterlagen finden sich auf der Website des Gravenbrucher Kreises:

www.gravenbrucher-kreis.de/wettbewerbe2022-auslobung/

Informationen zu den Preisen

Der Gravenbrucher Kreis Wissenschafts- und Journalismuspreis wird in diesen beiden Kategorien seit 2008 alle zwei Jahre vergeben, im Jahr 2022 zum achten Mal.

Mit dem Wissenschaftspreis fördert der Gravenbrucher Kreis junge Akademikerinnen und Akademiker aus dem Bereich der Rechtswissenschaften und angrenzenden Wissenschaftsgebieten, deren Dissertation einen Bezug zum deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht hat und überdurchschnittlich bewertet wurde.

An dem Journalismuswettbewerb können Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen aus den Bereichen Print, Fernsehen, Radio und Online-Medien teilnehmen. Dabei sind nicht nur Beiträge aus überregionalen Medien gefragt; auch Lokal- und Wirtschaftsjournalisten, die oft über Monate hinweg Restrukturierungen oder Insolvenzen begleiten, fortlaufende Berichte recherchieren und veröffentlichen, sind eingeladen, ihre Arbeiten einzureichen.

Die hochrangig besetzte Jury der beiden Wettbewerbe unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs. Externe Jurymitglieder sind:

• Prof. Dr. Reinhard Bork, Universitätsprofessor, Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg

• Patricia Döhle, Gründerin und Leiterin brand eins safari sowie Autorin brand eins, zuvor bei Manager Magazin, Stern, WirtschaftsWoche

• Prof. Dr. Florian Jacoby, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens-, Insolvenz- und Gesellschaftsrecht, Universität Bielefeld

• Prof. Dr. Stephan Madaus, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

• Ulric Papendick, Geschäftsführender Direktor der Kölner Journalistenschule, zuvor Redakteur unter anderem bei Manager Magazin, Stern, Welt am Sonntag

• Prof. Dr. Christoph Thole, Direktor des Instituts für Verfahrensrecht und Insolvenzrecht sowie des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht, Universität zu Köln

Hinzu kommen vier Mitglieder des Gravenbrucher Kreises, namentlich die Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter:

• Dr. Dirk Andres

• Dr. Christoph Morgen

• Dr. Jens M. Schmidt

• Prof. Dr. Lucas F. Flöther

Über den Gravenbrucher Kreis

Im Gravenbrucher Kreis sind seit 1986 Vertreter führender Insolvenz-kanzleien Deutschlands zusammengeschlossen, die sich durch umfassende Erfahrung und Kompetenz im Bereich überregionaler Restrukturierungs- und Insolvenzverfahren auszeichnen. Die Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung höchster Qualitäts- und Leistungsstandards, die sie durch das exklusive, von unabhängigen Auditoren geprüfte Zertifikat InsO Excellence nachweisen. Der Kreis hat aktuell 30 Mitglieder (davon 19 aktive und elf passive). Sprecher des Gravenbrucher Kreises ist seit März 2015 Prof. Dr. Lucas F. Flöther.

Seit seiner Gründung sieht sich der Gravenbrucher Kreis gefordert, das Restrukturierungs- und Insolvenzrecht sowie angrenzende Rechtsgebiete aus Sicht der Praxis fortzuentwickeln. Darüber hinaus bringt der Gravenbrucher Kreis seine Erfahrung in grenzüberschreitenden Konzern-insolvenzen ein und beteiligt sich an der Fortentwicklung internationaler Standards und Regeln im Bereich der Restrukturierung.

Der interdisziplinäre Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Diskus-sionen innerhalb des Gravenbrucher Kreises führen zu profunden Einschätzungen und fachkundigen Stellungnahmen. Diese genießen in der nationalen und internationalen Fachwelt des Restrukturierungs- und Insolvenzrechts hohe Anerkennung und finden in Gesetzgebungsverfahren Gehör.

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