Gravenbrucher Kreis lobt Wissenschafts- und Journalismuspreis 2020 aus

12.06.2020

Wissenschaftliche und journalistische Arbeiten zu Restrukturierungen und Insolvenzen können eingereicht werden

• Gravenbrucher Kreis würdigt Relevanz von Wissenschaft und Journalismus

• Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. Juli 2020

Halle / Saale, Frankfurt a. M., den 10. Juni 2020; Der Gravenbrucher Kreis lobt seinen Wissenschafts- und Journalismuspreis aus. Der Preis richtet sich einerseits an Nachwuchswissenschaftler, die eine Doktorarbeit mit Bezug zum deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht verfasst haben. Andererseits sind Medienschaffende angesprochen, die über die Ereignisse und Folgen von Restrukturierungen oder Insolvenzen von Unternehmen oder auch ganzer Branchen, wie aktuell im Zuge der Corona-Pandemie, berichtet haben.

Der Zusammenschluss führender, überregional tätiger Insolvenzverwalter und Restrukturierungsexperten Deutschlands vergibt den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis bereits zum siebten Mal in den beiden Kategorien. Bewerbungen aus Wissenschaft und Journalismus können bis zum 31. Juli 2020 eingereicht werden. Die Preisverleihung wird im November in Berlin stattfinden.

„Die objektivierende Einordnung durch Wissenschaft und Journalismus ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Krise gesellschaftlich hoch relevant. Deshalb freut es mich besonders, im Jahr 2020 zum siebten Mal den Gravenbrucher Kreis Wissenschafts- und Journalismuspreis ausloben zu können“, sagt Lucas Flöther, Sprecher des Gravenbrucher Kreises. „Unser Anliegen ist es, wissenschaftliche Arbeiten, die sich dem deutschen Restrukturierungsund Insolvenzrecht widmen, zu unterstützen sowie besonders gute journalistische Arbeiten zum Themenkomplex Restrukturierung und Insolvenz von Unternehmen auszuzeichnen.“

Für den Wissenschaftspreis können Nachwuchswissenschaftler Dissertationen einreichen, die einen Bezug zum deutschen Restrukturierungsund Insolvenzrecht haben, an einer Universität innerhalb der Europäischen Union oder der Schweiz verfasst sowie überdurchschnittlich bewertet wurden.

Für den Journalismuspreis können Arbeiten eingereicht werden, die Restrukturierungen und Insolvenzen von Unternehmen thematisieren. Die Beiträge müssen in deutscher Sprache verfasst und in einem journalistischen Medium veröffentlicht worden sein.

Berücksichtigt werden nur Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2020 erschienen sind. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2020. Detaillierte Ausschreibungsunterlagen finden sich auf der Website des Gravenbrucher Kreises:

www.gravenbrucher-kreis.de/wettbewerbe2020-auslobung/

Informationen zu den Preisen

Der Gravenbrucher Kreis Wissenschafts- und Journalismuspreis wird in diesen beiden Kategorien seit 2008 alle zwei Jahre vergeben, im Jahr 2020 zum siebten Mal.

Mit dem Wissenschaftspreis fördert der Gravenbrucher Kreis junge Akademiker aus dem Bereich der Rechtswissenschaften und angrenzenden Wissenschaftsgebieten, deren Dissertation einen Bezug zum deutschen Restrukturierungs- und Insolvenzrecht hat und überdurchschnittlich bewertet wurde.

An dem Journalismuswettbewerb können Journalisten mit Beiträgen aus den Bereichen Print, Fernsehen, Radio und Online-Medien teilnehmen. Dabei sind nicht nur Beiträge aus überregionalen Medien gefragt; auch Lokal- und Wirtschaftsjournalisten, die oft über Monate hinweg Restrukturierungen oder Insolvenzen begleiten, fortlaufende Berichte recherchieren und veröffentlichen, sind eingeladen, ihre Arbeiten einzureichen.

Die hochrangig besetzte Jury der beiden Wettbewerbe unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs. Externe Jurymitglieder sind:

• Prof. Dr. Reinhard Bork, Lehrstuhl für Zivilrecht, Zivilprozess- und Allgemeines Prozessrecht, Universität Hamburg

• Prof. Dr. Florian Jacoby, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens-, Insolvenz- und Gesellschaftsrecht, Universität Bielefeld

• Prof. Dr. Stephan Madaus, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

• Nadja Stavenhagen, Direktorin der Akademie für Publizistik in Hamburg, Journalistin, zuvor Chefredakteurin und Geschäftsführerin im Verlag Gruner + Jahr

• Prof. Dr. Christoph Thole, Direktor des Instituts für Verfahrensrecht und Insolvenzrecht sowie des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht, Universität zu Köln

Hinzu kommen vier Mitglieder des Gravenbrucher Kreises, namentlich die Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter:

• Dr. Dirk Andres

• Volker Böhm

• Stefan Denkhaus

• Prof. Dr. Lucas F. Flöther

Über den Gravenbrucher Kreis

Im Gravenbrucher Kreis sind seit 1986 Vertreter führender Insolvenzkanzleien Deutschlands zusammengeschlossen, die sich durch umfassende Erfahrung und Kompetenz im Bereich überregionaler Restrukturierungsund Insolvenzverfahren auszeichnen. Die Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung höchster Qualitäts- und Leistungsstandards, die sie durch das exklusive, von unabhängigen Auditoren geprüfte Zertifikat InsO Excellence nachweisen. Der Kreis hat aktuell 30 Mitglieder (davon 23 aktive und sieben passive). Sprecher des Gravenbrucher Kreises ist seit März 2015 Prof. Dr. Lucas F. Flöther.

Seit seiner Gründung sieht sich der Gravenbrucher Kreis gefordert, das Restrukturierungs- und Insolvenzrecht sowie angrenzende Rechtsgebiete aus Sicht der Praxis fortzuentwickeln. Darüber hinaus bringt der Gravenbrucher Kreis seine Erfahrung in grenzüberschreitenden Konzerninsolvenzen ein und beteiligt sich an der Fortentwicklung internationaler Standards und Regeln im Bereich der Restrukturierung.

Der interdisziplinäre Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Diskussionen innerhalb des Gravenbrucher Kreises führen zu profunden Einschätzungen und fachkundigen Stellungnahmen. Diese genießen in der nationalen und internationalen Fachwelt des Restrukturierungs- und Insolvenzrechts hohe Anerkennung und finden in Gesetzgebungsverfahren Gehör.

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